Badaling Great Wall & Alpine Coaster

Für die Anreise zur chinesischen Mauer gibt es viele unterschiedliche Optionen. Wir wählten den Zug S2 für die Hinfahrt. Dieser fährt ab dem Bahnhof „Beijing Huangtudian Railway Station“, da der Nordbahnhof gerade umgebaut wird. Hier findet man sehr wenige Touristen und entsprechend ging es dann auch zu, als man einsteigen durfte. Man wartet geduldig hinter dem Gate, doch sobald dieses sich öffnet und man auf das Gleis kann, gibt es ein Gedränge. Es nimmt niemand mehr irgendwelche Rücksicht. Es gilt auf diesem Zug auch die Regel „Wer sitzt, der sitzt“ und so rannten wir ans Ende des Zuges und nahmen Platz. Die Fahrt dauert ungefähr eine Stunde und war recht angenehm. Am Bahnhof angekommen, kann man dann entweder die Mauer hoch laufen, die Zahnradbahn benutzen oder mit der Seilbahn nach oben fahren. Wir entschieden uns für die Seilbahn. Diese fährt auf die Nordseite der Mauer. Die bessere Wahl allerdings um mit dem Alpine Coaster zu fahren ist folgende: Die Mauer zu Fuß nach oben laufen. Solang bewandern, wie man möchte und dann mit dem Coaster nach unten fahren. Wenn beide in Betrieb sind braucht man natürlich einmal eine Rundfahrt. Man kann nur unten an der Station ein Ticket kaufen, mit dem man hoch und runter kommt. Oben gibt es nur Tickets für eine einmalige Fahrt nach unten. Das Kombiticket kostet 100 Yuan, für einmal nach unten zahlt man 80 Yuan. Die Fahrt ist allerdings überhaupt nicht lohnenswert. Oben werden die Wagen aneinander gekettet und ganz vorne sitzt einer, der die ganze Kette steuert. Man sitzt also mit Schulterbügel (sonst ist es nicht sicher) einfach nur da und fährt langsam den Berg hinunter. Unten angekommen müssen alle aussteigen und sich erneut anstellen. Nach oben werden die Wagen dann wieder voneinander gelöst. Spaß und Thrillfaktor gleich Null.

 

Die Seilbahn bringt einen natürlich genau dahin, wo auch alle anderen Touristen sind. Man konnte sich kaum noch bewegen. Überall stand irgendwer. Man konnte zwar Fotos machen, aber nur mit gefühlt 100 anderen Leuten im Bild. Scheinbar stört das in China aber niemanden.  Je weiter man dann aber entlang der Mauer wanderte, desto weniger Leute wurden es auch. So war das doch gleich viel angenehmer. Hier mal im direkten Vergleich:

 

Die Wege bei Badaling sind zwar auf Touristen ausgelegt, so gibt es z. B. Geländer, aber deswegen noch lang nicht eben und gerade. Die Stufen sind auch nicht gleich groß und es gibt auch zwischendrin immer wieder größere Stufen nach unten. Man sollte also gutes Schuhwerk anziehen, auch wenn sich für die Fotos High Heels besser machen. Man tut sich dabei keinen Gefallen. Immer wieder sah man Chinesinnen, die sich am Geländer festhielten und sich Stück für Stück voran bewegten.