Icon – Media Day

Als ich von meinem Urlaub in China zurück kam, hatte ich eine Einladung der Thompson Family im Briefkasten. Ich durfte Großbritanniens ersten Double Launch Coaster als eine der ersten fahren. Nachdem ich kurz nach Flügen geguckt hab, war die Sache eigentlich klar und ich sagte zu. Von Manchester aus war es gerade mal noch eine Stunde Fahrt und parken konnte man kostenlos in Blackpool. Zur Begrüßung gab es Kaffee und Tee, sowie Sandwiches. Nach einer kleinen Stärkung begann dann die Pressekonferenz. Hier konnte man Amanda und Nick Thompson, Michael Mack, Thorsten Koebele, Alex Payne, Steve Hughes, Andreas Anderson, Jakob Wahl, Andy Hine und Paul Burton Fragen stellen. Danach ging es einmal quer durch den ganzen Park zum Eingang von Icon. Es folgte die offizielle Eröffnung und dann war es endlich soweit.

 

ICON

Icon wurde gebaut, um wieder mal etwas für die Thrillseeker im Park anbieten zu können. Davor wurde immer in den Kinder-und Familienbereich investiert. Beim Blick auf die Daten von Icon wird aber schnell klar, dass das kein mega Thrillcoaster ist. Beschleunigt wird der Wagen von 0 auf 80km/h in 2,25 Sekunden. Die maximale Geschwindigkeit liegt bei 85km/h. Mit 1143m ist Icon sogar länger als Blue Fire. Diese Streckenmeter sind aber auf sehr geringer Fläche verbaut worden. Das war auch die größte Herausforderung für die neue Bahn. Durch den wenigen Platz gibt es viele enge Kurven und bis auf die zwei Abschüsse keine Geraden, bei denen man mit Full Speed fährt. Insgesamt gibt es 15 Interaktionen mit anderen Attraktionen.
Vor der Fahrt hatte ich keine allzu großen Erwartungen. Ich ging davon aus, dass es ungefähr so sein wird wie bei Taron. Eine gute Bahn, aber nichts, was mich persönlich absolut begeistert. Dazu muss ich noch sagen, dass Launchcoaster meine liebsten Achterbahnen sind und ich auf Geschwindigkeit und Inversionen aus bin. Wie wir alle wissen hat Taron keine und Icon immerhin zwei. So nahm ich also standesgemäß in der ersten Reihe Platz. Dieses Ritual gilt bei jeder neuen Abschussachterbahn. Pflicht ist natürlich auch mit den Händen nach oben zu fahren. Die Sitze sind sehr bequem und Lapbars finde ich eh immer gut. Die Bediener drückten die Bügel auch nur leicht zu, so dass man noch etwas Luft hatte. Dann ging es los und wir fuhren zur Abschussposition. Sehr schön, vor allem optisch, finde ich die zwei Tunnel, durch die man nach dem ersten Abschuss und vor dem zweiten Abschuss fährt. Der erste Abschuss ist gefühlt etwas langsam, dennoch reicht es für ein bisschen Airtime direkt im Anschluss. Es folgen ein paar Links- und Rechtskurven, bevor es dann in den Inline Twist geht. Juhuuu, dieses Element gefällt mir. Danach geht es rasant weiter. Ein kleiner Drop und dann direkt durch den zweiten Tunnel in den zweiten Abschuss. Hier kommt auch endlich ein Gefühl der Geschwindigkeit auf. Es geht direkt über in den Immelmann und danach „schleicht“ Icon a la Taron wieder über die restliche Strecke.
Meiner Meinung nach ist Icon eine gute Achterbahn und auf jeden Fall für alle geeignet, die sich auch an Taron erfreuen. Mir persönlich macht Blue Fire mehr Spaß. Für Blackpool ist es aber sicherlich ein Gewinn und vor allem eine bauliche Meisterleistung, wie man die Icon in den vorhandenen Platz intergriert hat.

 

Nach ein paar Fahrten gab es dann noch Essen und Trinken frei Haus und man konnte alle anderen Attraktionen von Blackpool Pleasure Beach benutzen. Insgesamt ein sehr schöner Tag bei bestem Wetter. Der Kurztrip hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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