Japan – Tourplanung

Den meisten wird nur Tokyo Disney und Disney Sea, sowie Universal Studios Japan ein Begriff sein. In Japan gibt es allerdings noch viel mehr zu entdecken. Für den ersten Überblick empfiehlt sich ein Blick auf coaster count und rcdb. Hier werden alle Parks und Achterbahnen aufgelistet und anhand der Informationen und Bilder kann man für sich selbst entscheiden, ob man den einen oder lieber den anderen Park besuchen will.

Wie lange?

Sinnvoll ist es, immer in Wochen zu planen. Also eine Woche, zwei Wochen, drei Wochen. Ich fand drei Wochen für den Erstbesuch optimal. Die Planung in vollen Wochen ist wichtig, da der Japan Rail Pass auch immer nur in Wochen gekauft werden kann. Für den ersten Besuch ist diese Reiseart auf jeden Fall sehr empfehlenswert.

Wann?

Ich war bisher einmal im April und einmal im September in Japan. Generell sind die Parks im April leerer, wobei eigentlich wirklich voll nur Disney und Universal sind. Die beste Zeit im April ist nach der Sakura (Kirschblütenzeit). Allerdings ist dann keine Hauptsaison und die Anreise zu einigen Parks per Bus nur am Wochenende möglich. Zum Beispiel fährt da kein Bus zum Nasu Highland Park. Generell kann man sich dann natürlich immer ein Taxi von einem größeren Bahnhof aus nehmen oder in gewissen Parks einfach vom Bahnhof zum Park laufen.

 

Unterkunft und Transport

Es empfiehlt sich die Tour immer von zwei bis drei Städten aus zu planen. Beispielsweise ein Hotel in Tokyo und eines in Nagoya oder Osaka. Von dort aus kann man mit dem Shinkansen sehr viele Parks erreichen. Für Touristen gibt es den Japan Rail Pass. Diesen kann man sich für 7, 14 oder 21 Tage kaufen. Man muss ihn allerdings VOR der Einreise gekauft haben. Man bekommt einen Voucher, den man dann vor Ort in einen Pass eintauscht. Mit dem Japan Rail Pass kann man alle Züge bis auf Nozomi und Mizuhu des JR Netzes ohne weitere Kosten benutzen. Für einige Parks muss man allerdings auf Züge von privaten Linien umsteigen. Für diese kann man sich eine Pasmo oder Suica Card kaufen. Darauf kann man immer wieder Guthaben aufladen und auch Getränke an Automatem am Bahnhof damit kaufen. Auf oben genannter Seite kann man sich auch eine japanische Simkarte bestellen. Um die besten Zugverbindungen zu finden ist die Seite von Hyperdia sehr gut geeignet.
Bei den Hotels haben wir uns immer 4-5 Sterne Hotels ausgesucht, mit guten Bewertungen und in Laufnähe zu einem großen Bahnhof oder zumindest einer U-Bahn Station. Es hilft auch sehr viel sich Google Maps Karten offline herunterzuladen.
Man kann sich in Japan natürlich auch ein Auto mieten. Dies funktioniert aber nur, wenn man seinen Führerschein bei der Japanischen Automobil Föderation übersetzen lässt. Dieser Führerschein ist dann ein Jahr lang gültig. In Japan gilt Linksverkehr und die Geschwindigkeitsbeschränkungen sind auch andere. Innerorts maximal 40km/h und auf Autobahnen höchstens 100km/h. Man braucht hier also ein bisschen Geduld. Für die Autobahnen braucht es zudem noch einiges an Geld, da es viele Mautstellen gibt.

Mit dem Japan Rail Pass kann man zudem die Miyajima Fähre von Hiroshima nach Miyajimaguchi kostenlos benutzen.

 

Shinkansen und Züge allgemein

Nirgends auf der Welt lässt es sich so schön Zug fahren wie in Japan. Mit dem Shinkansen kommt man quer durch’s ganze Land und das ziemlich schnell und vor allem bequem. Gefahren wird auch immer nur in Sitzrichtung. Wenn man am Endbahnhof angekommen ist und der Zug wieder zurück fährt, werden einfach die Sitze umgedreht und alles stimmt wieder. Zudem geht einmal das Reinigungspersonal durch den Zug, bevor die anderen Fahrgäste wieder einsteigen dürfen.
Am Bahngleis sieht man immer welcher Wagen welches Zuges an genau der Stelle hält, wo man gerade steht. Am Zug steht der Zugname und die Endstation angeschrieben. Die Anzeigetafeln, sind zweisprachig und auch die Durchsagen im Zug. Man brauch sich also keine Sorgen machen, dass man seine Endstation verpasst. Selbst ohne Ansagen würde man immer richtig aussteigen, da man sich zu 100% auf die Ankunftszeit verlassen kann. Selbst wenn man keine Ahnung hätte, wo man gerade ist, solange die Uhrzeit stimmt, einfach aussteigen und schon passt alles. Ein Grund für die pünktlichen Züge ist, dass das Shinkansen Netz getrennt von dem anderen Zugnetz ist. Zudem fahren die Shinkansen meist auf höher gelegenen Schienen. Man kann sich also nicht so einfach vor den Zug werfen, wie es bei uns in Deutschland der Fall ist. Das Netz ist auch zweigeteilt. In Tokio muss man umsteigen, wenn man von Nagoya, Osaka oder ähnlichen Stationen kommt und nach Norden weiterfahren will. Das sind zwei getrennte Bahnhöfe. Zudem sollte man wissen, dass es beim Umsteigen von der einen Metro Linie auf die andere auch mal 10 Minuten dauern kann, bis man zu Fuß die Station erreicht.

 

Gepäck

In Japan ist es sehr einfach und auch völlig normal Gepäck zu verschicken. Wenn es das Hotel nicht anbietet, kann man es einfach beim Supermarkt abgeben und an das nächste Hotel verschicken. Bei den Supermärkten, die das anbieten ist außen ein Aufkleber mit einer schwarzen Katze. Dies ist ein Hinweis auf Yamato Transport. Ich hab bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht. Die Mitarbeiter waren auch sehr hilfsbereit beim Ausfüllen. Dazu einfach die Adresse des nächsten Hotels auf Japanisch ausdrucken und dem Mitarbeiter geben. Das Gepäck wird dann vermessen und gewogen. Anschließend bezahlt man und zwei Tage später hat man seinen Koffer im gewünschten Hotel.

 

Automaten

In Japan gibt es für alles Mögliche Automaten. Getränkeautomaten stehen zum Teil sieben Stück nebeneinander. An jeder Ecke ist mindestens einer. Es gibt aber auch Eis zu kaufen, Zigaretten natürlich auch, aber letzteres sieht man eher selten. Hin und wieder kommt es vor, dass man sich sein Essen per Automat bestellen muss und es dann abholen. Da muss man dann eben die Zeichen vergleichen. Meistens ist das Essen abgebildet und drunter steht wie es heißt. So lässt sich dann auch mit japanischer Schrift bestellen. Tickets werden auch gern über Automaten verkauft. Eine Fahrt kostet meistens 100 Yen im Park und öfters gibt es dann auch 12 Tickets zu Preis von 10. Man muss sich nur im Vorfeld informieren, wieviel Yen man an Tickets braucht, um alles fahren zu können, was man will.

 

Was mir schmeckt in Japan

Ich kann diese Kategorie schlecht „Essen“ nennen, da ich kaum was von dem esse, was die Japaner so essen. Neben Sushi, dass man am Bahnhof und im Zug vornehmlich in Form einer Bento Box zu sich nimmt, sieht man die meisten anderen Japaner eine Nudelsuppe essen. Diese zwei Sachen bekommt man an jeder Ecke. In einer Bento Box sind immer verschiedene Sachen enthalten, die abgetrennt voneinander sind. Davon esse ich dann aber leider nur den Reis. Ich hatte mehrmals eine Nudelsuppe, aber ich kann einfach das Fleisch (oder vielmehr das, was sie als Fleisch bezeichnen) nicht essen. Ich mag kein Fett. Die restliche Suppe schmeckte aber sonst gut. Zum Glück habe ich recht früh Curry entdeckt und mich dann hauptsächlich davon ernährt. Da gibt es sogar eigene Ketten, die das anbieten. Was man unbedingt mal ausprobieren sollte, sind japanische Crepês. Die sind richtig gut und ganz anders zu denen, die wir so kennen. Lustige Erfahrungen kann man beim Bäcker machen, wenn man mal nicht mit google translate übersetzt, was man sich da gerade kaufen will. Voller Freude auf einen Berliner habe ich hineingebissen und dann festgestellt, dass da leider keine Marmelade, sondern Bohnen drin waren. Seither habe ich wieder alles erst übersetzt.

 

Persönliche Touren

April 2015

Hotels:

11.- 14. Richmond Hotel Hakata, Fukuoka

14.- 19. Sunroute Plaza Nagoya, Nagoya

19. – 27. Hotel Sunroute Higashi Shinjuku, Tokio

 

September 2016

Hotels:

4.-10. Hotel Consort, Osaka 

Flug nach Sapporo am 10. September mit All Nippon Airways

10.-12. Unizo Inn, Sapporo   

Flug nach Tokio(NRT) am 12. September mit Vanilla Air

12.-17.Sotetsu Fresa Inn, Tokio

 

 

Persönliche Highlights

Parks:

  • Tokyo Disney Sea —> THEMING
  • Universal Studios Japan –> Super Achterbahnen
  • Nagashima Spa Land –> Schwarzkopf +2 🙂
  • Hirakata Park –> schön gestaltet

 

Achterbahnen:

  • Dodonpa, Fuji-Q
  • Space Fantasy, Universal Studios Japan
  • Hollywood Dream (rückwärts fahrend), Universal Studios Japan
  • Ultratwister, Mitsui Greenland

 

Darkrides:

  • Sindbad, Tokyo Disney Sea
  • Pooh’s Hunny Hunt, Tokyo Disneyland
  • Magical Powder Ride, Lagunasia
  • Rainbow Bandits, New Reoma World